Im Februar 2001 wurde vom Sächsischen Staatsministerium des Innern (SMI) mit der Verwaltungsvorschrift über die Vorbereitung, Durchführung und Förderung von Strategien und Maßnahmen der Städtischen Entwicklung und der Revitalisierung von Brachflächen im Freistaat Sachsen (VwV Stadtentwicklung) ein Förderprogramm zur Entwicklung von benachteiligten Stadtquartieren und Brachflächen aufgelegt, um den nach wie vor bestehenden Problemlagen zu begegnen. Das Förderprogramm wurde zu 75 % aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und zu 25 % aus nationalen Mitteln finanziert.

Ziel des Programmteils „Städtische Entwicklung“ war es, Stadtquartiere mit besonderen Problemlagen mittels eines integrierten Ansatzes zu fördern.

Inhalte: Neben städtebaulichen Maßnahmen sollten vor allem wirtschaftliche Aktivitäten, aber auch Umweltschutzmaßnahmen und soziokulturelle Projekte zu einer Verbesserung der Wohn-, Lebens- und Arbeitsverhältnisse im Stadtteil beitragen.

Voraussetzungen: Gefördert wurden Stadtteile mit mindestens 3.000 Einwohner/-innen. Grundlage für die Förderung war ein integriertes Handlungskonzept.

Mittelausstattung: Für den Programmteil „Städtische Entwicklung“ standen im Förderzeitraum 2000 bis 2006 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für 26 Stadtteile etwa 170 Mio. Euro zur Verfügung (zzgl. nationale Kofinanzierung 57 Mio. Euro).

Für die Stadt Frankenberg/Sa. stellt sich die Ausgangssituation wie folgt dar:

Die Abgrenzung des Fördergebietes „Städtische Entwicklung“ erfolgte für die durch das Augusthochwasser 2002 am stärksten betroffenen Gebiete entlang des Zschopauflusses sowie angrenzender Stadtgebiete der Innenstadt.

Zunehmender Bevölkerungsrückgang, verbunden mit stetig wachsenden Wohnraumleerständen, Defizite in der Infrastruktur sowie innerstädtische Gewerbebrachen manifestieren die Benachteiligung dieses Gebietes gegenüber der Gesamtstadt. Bei der Festlegung des Fördergebietes wurden daher die am stärksten benachteiligten Stadtteile mit wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsunterschieden zur Gesamtstadt einbezogen. Die Gebietsabgrenzung erfolgte nach den beschriebenen Problemlagen sowie unter Berücksichtigung sozialer, ökonomischer und städtebaulicher Aspekte im Hinblick auf eine integrierte Entwicklung der benachbarten Stadtteile.

Gemäß Zuwendungsbescheid vom 13.05.2003 standen Mittel aus dem Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für die Stadt Frankenberg/Sa. bereit in Höhe von 2.182.000,00 €

(Laufzeit bis 31.12.2007)